Schon wieder ein paar Wochen an der Arbeit. Das Urlaubsgefühl liegt schon ein Weilchen hinter mir. An diesem herrlichen Spätsommerabend sitze ich mit einem Glas Wein im Garten. Es ist nicht mehr so schwül, und so lässt es sich aushalten. Ein vereinzelter Baum hat bereits gekräuselte braune Blätter, die immer öfter abfallen. Der Herbst meldet sich an.
Eine frische Brise sorgt für leichte Gänsehaut. Gleichzeitig richtet sich meine Aufmerksamkeit auf die säuselnden Gräser, die ich vor einer Woche gepflanzt habe und die eine prächtige Ausstrahlung und Form haben. Die Grashalme und Büschel wiegen im leisen Wind hin und her. Das lässt mich an den herrlichen Urlaub zurückdenken. Einen Augenblick wähne ich mich zurück im 5-Sterne-Ressort an der spanischen Küste. Dort, wo am azurblauen Meer die Palmen im Rhythmus des angenehmen Windes säuselten. Ich höre die Kinder wieder herrlich im Wasser spielen. Das Gefühlt der Ruhe und des Zusammenseins mit der Familie bekommen die Oberhand.
Ein bellender Hund holt mich wieder in die Realität zurück. Es wird mir klar, dass ich noch stets in meinem eigenen Garten bin und ins Träumen gerate über den Charme des Ziergrases, über die Farbkombinationen meines winterharten Immergrüns mit Farbtönen, die den Herbst einleiten und darüber, welches Gefühl dies alles in mir auslöst. Ich lasse meinen Mann an meinen Gedanken teilhaben, der von seinem Buch aufblickend sagt, dass die Gräser wirklich außergewöhnlich schön seien.
Dabei preise ich mich mit meinem Garten und damit glücklich, wie einfach die Natur einen zu den herrlichen 2 Wochen ohne Verpflichtungen zurückbringt. Ich nehme mir vor, öfter einen Miniurlaub in meinem Garten hinter dem Haus zu nehmen, auch wenn er nur 10 Minuten dauert.



